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Diesjähriges Anwenderforum Outsourcing thematisiert Next Generation Outsourcing

 Die meisten deutschen Unternehmen binden heute externe Dienstleister in die eigenen Wertschöpfungsstrategien ein. Damit reagieren sie auf den steigenden globalen Wettbewerbsdruck. In den vergangenen 30 Jahren haben Kunden und anbietende Dienstleister umfangreiche Erfahrungen im Outsourcing gesammelt. Mit den auf Outsourcing spezialisierten Anbietern entstand eine komplexe Dienstleistungsindustrie mit zunehmender Reife und sich immer weiter ausdifferenzierenden Wertschöpfungsketten.

Beim Outsourcing der ersten Generation standen die IT-Verfahren im Fokus. Dabei sollten vor allem die Kosten gesenkt werden. Doch mit einer Einengung auf Kostensenkungen lassen sich die möglichen Optimierungspotenziale nicht ausschöpfen. Denn das Wissen externer Dienstleister kann die eigenen Geschäftsprozesse sowie die Produkt- und Servicequalität deutlich verbessern. Wer sich als Kunde darauf beschränkt, dem Outsourcing-Dienstleister historisch gewachsene Infrastrukturen oder Geschäftsabläufe "über den Zaun zu werfen", vergibt Chancen. Geschäfts- und IT-Prozesse müssen heute eng verzahnt werden, und sie müssen die dynamischen Veränderungen des Businessgeschehens unmittelbar abbilden können.

Vor Auslagerung einzelner Geschäfts- und IT-Prozesse an professionelle Dienstleister müssen diese Verfahren in der Regel einem Re-Engineering unterzogen werden. Traditionelles Outsourcing wandelt sich somit zum Business Transformation Outsourcing oder zum Next Generation Outsourcing. Hier steht die kritische Analyse und mögliche Erweiterung bzw. Erneuerung wichtiger Geschäftsabläufe im Mittelpunkt.

In Projekten der nächsten Outsourcing Generation entstehen für die Dienstleister zunehmend neue Geschäftsmodelle. Diese sehen Leistungsvereinbarungen vor, die durch die starken Veränderungen des geschäftlichen Umfelds des Klienten begründet sind und sich vor allem auf die geschäftlichen Ziele oder den Betrieb von Geschäftsprozessen richten, welche wiederum das Ergebnis vorangegangener Transformationen darstellen können. Die Integration und der Betrieb von Geschäfts- und IT-Prozessen sowie die Entwicklung von Business-Partnerschaften im Next Generation Outsourcing setzen beim Dienstleister vielfältige Fähigkeiten voraus. Es geht vor allem um die Simulation und das Monitoring ganzheitlicher Geschäftsabläufe in Echtzeit. Der Kunde erwartet ein höheres Maß an Flexibilität als bisher sowie eine Steigerung der Gesamtverfügbarkeit seiner Geschäftsprozesse.

In der Praxis gibt es bereits erfolgreiche Projekte der nächsten Outsourcing Generation, aber ebenso noch großen Informationsbedarf. Für Unternehmen, die sich zu Konzepten und Erfahrungen austauschen wollen, organisieren BITKOM und Partner das "5. Anwenderforum Outsourcing 2007" (20.-21. November 2007, Frankfurt am Main).

Ich freue mich auf Ihren Besuch!
Ihr
Dr. Mathias Weber
Bereichsleiter, IT Services & Knowledge Management, BITKOM e.V.

 



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