Outsourcing in Entwicklung oder Produktion von Bettwaren

Die Ausgliederung einzelner Unternehmensbereiche hat sich in den vergangenen Jahrzehnten für eine Vielzahl von Branchen bewährt. Beispielsweise profitierten in den letzten Jahren besonders der Dienstleistungssektor und der Logistikbereich von höheren Wachstumsraten. Outsourcing sollte nicht generell als Verlagerung von Kompetenzen in Billiglohnländer verstanden werden. Für viele Unternehmen ist es wirtschaftlich sinnvoller, z.B. einen professionellen Logistiker mit dessen ausgereifter Infrastruktur zu beauftragen und sich auf sein Kerngeschäft zu fokussieren.

Ebenso verhält es sich in der Entwicklung und Produktion. Vor der Entscheidung für Lean-Production bzw. Outsourcing steht vorrangig die Frage für jeden Unternehmer im Raum, ob das Unternehmen z.B. mit Patenten oder anderen Rechten arbeitet und gezwungen ist, sich vor Industriespionage zu schützen. In der Entwicklung und Produktion von Bettwäsche, bequemen Nackenstützkissen und ergonomischen Matratzen ist entscheidend, wo die Kernkompetenzen des Unternehmers liegen.

Outsourcing für welche Bereiche?

Die Entwicklung ist ein ständiger Prozess, der in der Regel aufgrund betriebswirtschaftlicher Vorteile auch durch Einhaltung bestimmter Qualitätsstandards nach DIN/ISO 9000ff bestimmt und durch QM kontrolliert wird. Liegt die Kernkompetenz des Unternehmens in der Entwicklung von Bettwaren, wäre es strategisch sinnvoll, diesen Unternehmensbereich auch weiterhin inhouse zu führen. Liegt der Focus weniger im Produktionsbereich, könnte es sinnvoll sein, sich der Ressourcen weiterer Marktteilnehmer zu bedienen. In der Regel wird die Maschine bzw. die Produktionsstrasse bei einem Kooperationspartner bzw. beauftragtem Unternehmen durch qualifizierte Fachkräfte aufgrund der gestellten Modifikationen berechnet, eingestellt und angepasst. Das Qualitätsmanagement vor Ort überwacht und kontrolliert die Verfahren.

Der Vorteil des Outsourcings von Produktion bzw. Produktionsverfahren, liegt betriebswirtschaftlich auf der Hand. Zum Beispiel würden saisonbedingte Auftragsschwankungen leichter abgefangen. Zudem entstehen beim Einkauf von Produktionsdienstleistungen dem Unternehmen nur variable Kosten. Kosten für weitere Innovationen, Folgekosten wie Reparatur, Wartung etc. für Produktionsstrassen und andere verbleiben beim Auftragnehmer. Bei einer inhouse-Produktion würden beispielsweise bei vorübergehender Nichtauslastung dem Unternehmen zudem sehr hohe Fixkosten entstehen.

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